„Es gibt auf der Subjektebene keine Form der Wirklichkeit, die 'wirklicher' ist als jene, die Subjekte je miteinander auszumachen imstande sind. Das Aufdrängen von Wirklichkeit ist eine Form der Unterdrückung auch da, wo sie sich glaubt wissenschaftlich rechtfertigen zu können. (Emil E. Kobi)


Heilpädagogik


Die Heilpädagogik auf anthroposophischer Grundlage hat sich ab 1920 aus drei Wurzeln entwickelt:

  • als klinische Heilpädagogik
  • als Erziehungshilfe in der Waldorfschule
  • als Heilpädagogik in den Heil- und Erziehungsinstituten

Eine erste grundlegende Fundierung erhielt sie 1924 mit dem Heilpädagogischen Kurs durch Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie. Heute arbeiten weltweit über 300 Einrichtungen auf dieser Grundlage.


Anthroposophische Einrichtungen für Heilpädagogik und Sozialtherapie bieten Bildung, Begleitung, Förderung, Arbeit und Lebensformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit den verschiedensten Behinderungen und Entwicklungsfragen.


In der heilpädagogischen Begleitung und Förderung ergänzen die spezifischen anthroposophischen Methoden wie künstlerische Therapien, Heileurythmie, rhythmische Massage u.a. das fachliche Angebot.


Die anthroposophischen Einrichtungen arbeiten in der Regel in freier Trägerschaft und werden im Rahmen der Sozialgesetzgebung (Eingliederungshilfe oder Jugendhilfe) finanziert. Weltweit arbeiten etwa 530 Einrichtungen und mehr als 60 Ausbildungsstätten auf anthroposophischer Basis, in Deutschland etwa 200 Einrichtungen und 12 Fachschulen für Sozialwesen verschiedener Fachrichtungen und Hochschulstudiengänge.